Einstiegskontrollsystem

Die elektronische Einstiegskontrolle startet in Gladbeck bereits am 04. April

Die elektronische Einstiegskontrolle

Bereits am 04. April beginnt bei der Vestischen das Zeitalter der elektronischen Einstiegskontrolle. Bis zu diesem Zeitpunkt werden alle auf dem Betriebshof Bottrop stationierten Linienbusse mit elektronischen Kartenlesegeräten ausgerüstet. Damit wird künftig auf allen Linien der Vestischen im Raum Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer die neue Ticketkontrolle die Regel sein.

Die elektronische Ticketkontrolle gilt für alle Chipkarten der Abo-Tickets: Ticket1000, Ticket2000, BärenTicket, SchokoTicket und YoungTicketPlus im Abo. Inhaber dieser Tickets steigen weiterhin wie alle Fahrgäste vorne in den Bus ein und halten ihr Ticket vor das neue Karten­lesegerät, das an der ersten Haltestange beim Einstieg links angebracht und für alle Fahrgäste leicht zugänglich ist. „Dazu brauchen die Fahrgäste die Tickets nicht einmal aus der Schutzhülle nehmen,“ erläutert Oliver Wiegand, Marketingleiter der Vestsichen, das neue Einstiegs-Kontroll-System.

Das Gerät signalisiert dann optisch und akustisch die Gültigkeit der Fahrausweise. „Ein grüner Haken und ein kurzer Signalton bedeuten gültig, ein rotes Kreuz und ein doppelter Signalton gesperrt.“, so Oliver Wiegand.

Gründe für die Ungültigkeit können z. B. der Fahrtantritt vor 9.00 Uhr bei den 9-Uhr-Varianten des Ticket1000 / Ticket2000 oder ein falscher Geltungsbereich des Tickets sein. Die Fahrerinnen und Fahrer können das Ergebnis der Prüfung an einem Terminal links auf dem Armaturenbrett ablesen und helfen durch den Verkauf eines Zusatz- oder EinzelTickets weiter, so dass der Fahrgast die Fahrt wie geplant fortsetzen kann. In einigen Fällen ist das Ticket aber auch komplett ungültig und daher gesperrt. Dann muss der Fahrgast nachlösen, das Ticket wird in der Regel eingezogen.

Wenn es weder ein optisches noch ein akustisches Signal gibt und das Bild sich nicht verändert, ist die Chipkarte vermutlich defekt. „Falls ein Fahrgast nur wegen eines Chipkartendefektes ein Ersatzticket kaufen muss, wird der Betrag selbst­verständlich erstattet“, verspricht Oliver Wiegand.

Mit der Einführung der elektronischen Lesegeräte soll der „kontrollierte Einstieg“ verbessert und die Schwarzfahrerquote gesenkt werden. „1,6 Prozent der Fahrgäste sind mit einem ungültigen Ticket unterwegs und sorgen bei der Vestischen für einen jährlichen Fehlbetrag von rund 650.000 Euro“, erklärt Pressesprecher Norbert Konegen. Bislang ist beim „kontrollierten Einstieg“, mit dem grundsätzlich das Vorzeigen eines gültigen Tickets verbunden ist, für das Fahrpersonal nicht zu erkennen, ob die Chipkarte für das aktuelle Tarifgebiet gültig oder gar gesperrt ist. Die elektronische Kontrolle ermöglicht es nun, gesperrte Tickets beim Einstieg zu erkennen und aus dem Umlauf zu nehmen. Manipulierte, verlorene oder gestohlene Chipkarten können so nicht miss­bräuchlich verwendet werden.

„Mit der elektronischen Fahrausweisprüfung werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Auch Bewegungsprofile lassen sich damit nicht erstellen“, versichert Norbert Konegen. Er entkräftet auch die Befürchtung, dass es beim Einstieg zu nennenswerten Verzögerungen kommen kann. Die Prüfung durch das Lesegerät geschehe im Sekundentakt. Auch bei der Einführung des kontrollierten Vordereinstiegs haben sich die Fahrgäste sehr schnell an die neuen Abläufe ge­wöhnt, ohne dass es zu nennenswerten Verzögerungen im Fahrplan gekommen ist.

Im Übrigen liegt die Entscheidung, den „kontrollierten Einstieg“ durchzuführen, bei den Fahrerinnen und Fahrern. Priorität hat nach wie vor die Einhaltung des Fahrplans. „Wenn ein Fahrer nicht nur zum Ausstieg, sondern auch zum Einstieg die hintere Tür öffnet, geschieht dies im Interesse der Pünktlichkeit“, erläutert Norbert Konegen die flexible Handhabung des Servicekonzeptes.

In der Einführungsphase wird die Vestische ihre Fahrgäste auch nach Kräften unterstützen. So setzt das Unternehmen in Gladbeck verstärkt Kundenbetreuer ein, die die Kunden auf die neue Technik hinweisen, Info-Flyer verteilen und Fragen dazu beantworten können. Zudem gibt die Vestische in ihren Kunden­Centern kostenlose „IT-Sicherheitskits“ aus. Damit können Fahrgäste, die ein elektronisches VRR-Ticket mit einer Chipkarte besitzen, Informationen zur Gültigkeit und zu den Tarifen am eigenen PC auslesen.

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