Fragen und Antworten zu Auswirkungen des Coronavirus

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Fragen und Antworten zu Auswirkungen des Coronavirus

Sehr geehrte Fahrgäste der Vestischen,

die Corona-Pandemie stellt unsere Gesellschaft zurzeit auf eine ungewohnte Belastungsprobe. Da wir uns in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation befinden, kann nicht alles zur vollkommenen Zufriedenheit aller gelöst werden. Wir können Ihre Emotionen durchaus verstehen und wissen, dass die Situation für alle schwierig ist. Aber die Aufgabe, mit der wir uns momentan konfrontiert sehen, ist gesamtgesellschaftlicher Natur: Wir müssen verhindern, dass sich das Coronavirus schneller verbreitet, als unser Gesundheitssystem verkraften kann.

Wir haben für Sie einige Fragen und Antworten zusammengestellt, die Sie auf dem Laufenden halten und Ihnen Hilfe geben sollen:

Wo ist der Mund-Nasen-Schutz verpflichtend?

Die nordrhein-westfälische Landesregierung schreibt den Mund-Nasen-Schutz ab Montag, 27. April, verpflichtend in Bussen und Bahnen vor. Das gilt auch an Zentralen Omnibusbahnhöfen (ZOB) und Haltestellen, da diese Betriebsgelände des ÖPNV sind.

Die Vestische empfiehlt ihren Fahrgästen ohnehin, ab sofort eine solche Bedeckung zu nutzen. Einen Mund-Nasen-Schutz oder eine sogenannte Community-Maske zu tragen ist eine Geste gegenseitiger Rücksichtnahme. So schützen Sie unsere Fahrer*innen und alle anderen im Bus. Zudem ist die Bedeckung eine wichtige Erinnerung: Der Kampf gegen Corona geht weiter. Jeder Einzelne ist mit dafür verantwortlich, dass unsere Gesellschaft ihn gewinnt.

Die Vestische appelliert an die Eigenverantwortung der Kunden. Helfen Sie mit! Tragen andere Fahrgäste keinen Mund-Nasen-Schutz, bitten Sie sie freundlich, aber bestimmt, sich an die Pflicht zu halten. Animieren Sie ggf. auch andere Fahrgäste, Sie dabei zu unterstützen.

Wir alle dürfen nun nicht nachlässig und unvorsichtig werden, sondern müssen erst recht achtsam sein. Selbst wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht ist: Verteilen Sie sich in den Bussen so gut wie möglich. Versuchen Sie, eine möglichst große Distanz zu anderen Fahrgästen zu wahren. Aber besonders während des Berufs- und Schülerverkehrs können die Fahrzeuge voller sein. Fahren Sie dann früher oder später, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben.

Nutzen Sie unsere Busse umsichtig und halten Sie sich an die allgemein gängigen Verhaltensempfehlungen der Gesundheitsbehörden. Husten und niesen Sie also in die Armbeuge und halten Sie, soweit möglich, Abstand zu anderen Mitfahrenden. Berühren Sie so wenig wie möglich im Bus. Achten Sie auf eine gründliche Waschhygiene der Hände, fassen Sie sich nicht ins Gesicht und vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute (Mund, Augen, Nase).

Für das Aufsetzen und Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Community- bzw. Do-It-Yourself-Maske beachten Sie: Die Bedeckung muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden. Auf ihrer Außenseite können sich Erreger befinden, deshalb berühren Sie sie möglichst nicht.

 

Wer ist von der Maskenpflicht ausgenommen?

Für Kinder unter sechs Jahre und Menschen mit entsprechenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen gilt die Maskenpflicht nicht. Medizinische Gründe können z. B. gegeben sein bei allergischen Reaktionen auf einen Mund-Nasen-Schutz, bei psychischen Beeinträchtigungen oder Krankheitsbildern wie etwa einem verringerten Lungenvolumen, bei schwerem Asthma sowie Herz- und Lungenkrankheiten. Auch Menschen, bei denen eine Maske eine erhebliche Einschränkung der Kommunikation oder der Sinneswahrnehmung bedeuten würde (z. B. bei Menschen, die auf Gebärdensprache angewiesen sind, oder blinde Menschen), können von der Pflicht befreit werden.

Es ist hilfreich, ein ärztliches Attest dabei zu haben, das medizinische Gründe nachweist, die von Maskenpflicht befreien. Ggf. unterrichten Sie zudem unser Personal bei Fahrbeginn, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Maskenpflicht gilt übrigens nicht für die Fahrer*innen der Vestischen hinter dem Lenkrad. Das Unternehmen stellt ihnen frei, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Durch die Absperrung des Fahrerarbeitsplatzes sind sowohl das Personal, als auch die Fahrgäste geschützt. Da die Fahrer*innen mehrere Stunden auf Linie sind und die ganze Aufmerksamkeit auf den Verkehr richten müssen, könnte die Anstrengung, stundenlang durch einen Mund-Nasen-Schutz atmen zu müssen, die Sicherheit des Transports gefährden.

 

Gilt das Abstandsgebot auch in Bussen?

Nein, laut nordrhein-westfälischer Coronaschutzverordnung ist der ÖPNV vom Abstandsgebot explizit ausgenommen worden. In Bussen lässt sich die Distanz von 1,50 Meter nicht immer einhalten.

Um den Mindestabstand zu gewährleisten, benötigten die Verkehrsunternehmen in Deutschland laut einer Schätzung ihres Verbands VDV die fünf- bis sechsfache Menge an Fahrzeugen. Dies bedeutete für die Vestische mindestens 1165 statt 233 Busse sowie 3750 statt 750 angestellte Fahrer*innen. Ebenso müssten die für den Verkehrsbetrieb tätigen Fremdunternehmer ihre Kapazitäten aufstocken.

Wie werden die Busse gereinigt?

Wir säubern täglich jedes Fahrzeug, das an unseren Standorten in Herten und Bottrop in den Betriebshof kommt. Dies geschieht ohnehin mit einer Seifenlösung, und eine solche zerstört das Virus. Coronaviren reagieren nämlich empfindlich auf Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Reinigungsmitteln enthalten sind.

Eine Desinfektion ist somit nicht notwendig. Sie wäre auch gar nicht realisierbar, da sie nach jedem Ein- und Aussteigen von Fahrgästen geschehen müsste, um effektiv zu sein.

Wann fährt der Bürgerbus in Haltern wieder?

Ab Dienstag, 2. Juni 2020. Für die ersten Fahrgäste hat der Bürgerbusverein eine kleine Überraschung vorbereitet. Er bittet indes um Verständnis, sollte es anfangs zu kleinen Verspätungen kommen, da sich der Betriebsablauf in den nächsten Monaten durch die in der Corona-Krise notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ein wenig verändert.

Im Bürgerbus gilt wie im übrigen ÖPNV die Maskenpflicht. Für Fahrgäste stehen Desinfektionstücher bereit. Direkter Kontakt zu Fahrgästen soll vermieden werden, bei Bedarf kümmern sich die Fahrer*innen, die mit Gesichtsvisier, Handdesinfektion sowie Einmal-Handschuhen ausgestattet sind, um Gurtverlängerung, Rollatorenbefestigung und ähnliches.

Welche Regelung gibt es für AnrufSammelTaxis (AST) und Taxibusse (TB)?

Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, werden alle Fahrzeuge nur noch mit maximal zwei Fahrgästen belegt. Der Ticketverkauf ist wie im Bus vorerst eingestellt. Da weiterhin die Fahrscheinpflicht besteht, bittet die Vestische ihre Fahrgäste, die Möglichkeiten des elektronischen Vertriebs über die Vestische App, den Vorverkauf in den KundenCentern und sonstigen Verkaufsstellen zu nutzen.

Unsere KundenCenter und Vorverkaufsstellen finden Sie hier.

Gibt es noch Einschränkungen im Fahrplan der Vestischen?

Nur geringfügige. Seit Beginn der Corona-Krise fahren bis auf Weiteres keine NachtExpresse mehr. Ansonsten verkehrt die Vestische bereits seit dem 23. April 2020 nach dem Regelfahrplan, was den vollständigen, regulären Schülerverkehr mit Einsatzwagen beinhaltet. Damit stellt das Unternehmen die maximale Kapazität im Netz und den Fahrgästen die größtmögliche Fläche zur Verfügung, um eine den Hygieneregeln angemessene Verteilung in den Bussen zu ermöglichen.

Gibt es Kulanzregelungen für Ticketinhaber?

Ja. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr wurde verbundweit eine Kulanzregelung eingeführt. Inhaber einer Zeitkarte können das jeweilige Verkehrsunternehmen kontaktieren. Abo-Kunden der Vestischen können sich an abo@vestische.de wenden. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Haben die KundenCenter der Vestischen weiterhin geöffnet?

Ja, sie bleiben geöffnet. Die Vestische hat in den KundenCentern zum Schutz von Kunden*innen und Personal Plexiglasscheiben an den Schaltern aufbauen lassen. 

Hier finden Sie unsere KundenCenter und privaten Vertriebsstellen auf einen Blick.

Warum sperrt die Vestische die vordere Tür und stellt den Ticketverkauf im Bus ein?

Um unsere Fahrer*innen sowie für unsere Fahrgäste zu schützen. So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus minimiert werden. Unser Auftrag ist, die Mobilität der Emscher-Lippe-Region sicherzustellen. Diesen Auftrag möchten wir so lange und so gut wie nur irgend möglich erfüllen. Mehr zu diesem Thema hier.

Wie komme ich an Tickets?

Da die Fahrscheinpflicht natürlich weiterhin besteht, bittet die Vestische ihre Fahrgäste, die Möglichkeiten sowohl des elektronischen Vertriebs über die Vestische App, als auch des Vorverkaufs in den KundenCentern und privaten Vertriebsstellen zu nutzen. Falls Kunden*innen absehen können, dass sie mehr als einmal den ÖPNV nutzen möchten, empfiehlt der Verkehrsbetrieb, einen Mehrfahrtenausweis wie ein 4er- oder 10erTicket zu erwerben.

Wir bitten Sie, Fahrgästen zu helfen, denen dies nicht möglich ist. Unterstützen Sie diejenigen Verwandten, Bekannten oder Nachbarn und versorgen sie mit solchen Mehrfahrtenausweisen. Die aktuelle Situation verlangt von uns allen ein erhöhtes Maß an gesellschaftlicher Hilfsbereitschaft und Solidarität.


Wir alle müssen nun zusammenhalten, aufeinander Rücksicht nehmen und das Beste aus der momentanen Lage machen. Bitte denken Sie stets daran, dass alle gegenwärtigen Maßnahmen dazu dienen, die Schwächsten unserer Gesellschaft, also die am stärksten vom Coronavirus gefährdeten Menschen, vor einer Infektion zu schützen. 

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden. Bleiben Sie besonnen und gesund.

Ihre Vestische Straßenbahnen GmbH