Direktvergabe an die Vestische

Die Direktvergabe an die Vestische – Ein leistungsfähiger Nahverkehr im Vest für weitere zehn Jahre gesichert

Die Vestische wird das Nahverkehrsangebot in der Emscher-Lippe-Region für weitere zehn Jahre sicherstellen. Dies gab der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Cay Süberkrüb in einer Pressekonferenz am Freitag bekannt.

„Mit Ablauf des 26. Februars wurde die größte Hürde im Vergabeverfahren bei Seite geräumt“, sagte sichtlich erfreut der Chef der Kreisverwaltung. Zu diesem Zeitpunkt ist die Frist verstrichen, bis zu der ein privater Mitbewerber einen Antrag bei der Bezirksregierung Münster stellen konnte, das Busnetz eigenwirtschaftlich ohne Subventionen zu betreiben. In diesem Fall hätte der private Betreiber für das Busnetz den Zuschlag erhalten und das Vergabeverfahren wäre abgebrochen worden, auch gegen den Willen der Städte und des Kreises. So schreibt es das Personenbeförderungsgesetz vor. „Offensichtlich hat sich aber kein privater Mitbewerber gefunden, der sich in der Lage sieht, das weit verzweigte und komplexe Liniennetz der Vestischen ohne Defizite betreiben zu können“, ergänzte Vestische-Geschäftsführer Martin Schmidt.

Jetzt kommt die so genannte Direktvergabe zum Tragen, die der Kreis und die Anteilseigner Bottrop und Gelsenkirchen favorisierten. Dieses Verfahren sichert, den städtischen ÖPNV in kommunaler Trägerschaft und in eigener Verantwortung zu gestalten. „Maßgeblich für diese Entscheidung ist einerseits die ausgezeichnete Kostenstruktur, mit der die Vestische die bedienten Städte und den Kreis bei der Bewältigung der großen finanziellen Probleme unterstützt“, verrät Cay Süberkrüb. „Anderseits schätzen die Fahrgäste die hohe Qualität der Dienstleistung der Vestischen“.

„Mit dem Ergebnis des Vergabeverfahrens sind auch die Arbeitsplätze von 1.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahres 2029 für weitere zehn Jahre gesichert“, freut sich David Borek, Betriebsratsvorsitzender des heimischen Nahverkehrsunternehmens. „Vielen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Denn kaum ein anderes Thema ist in der letzten Zeit unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vestischen so intensiv diskutiert worden wie die Möglichkeiten der Direktvergabe.“